Petershagen/Minden (mt/hjA). Ein 53-jähriger Mann aus dem niedersächsischen Glissen hat heute Vormittag im Heizungsraum seines alten Bauernhauses an der Großenheerser Straße in Petershagen-Großenheerse den 42-jährigen Bezirks-Schornsteinfeger mit einem Beil erschlagen. Hintergründe für die Tat sind bislang völlig unklar.
Gegen 9.45 lief bei der Polizei in Nienburg der Notruf auf. "Ich habe jemanden getötet", erklärte der Mann, der sich auf seinem geerbten Bauernhof, der umgebaut wird, befand. Die Polizei alarmierte daraufhin die Rettungskräfte und die zuständige Polizei in Minden.
Hier ereignete sich heute Vormittag der mutmaßliche Totschlag
Wenige Minuten später nahmen Polizeibeamte den geständigen Täter am Tatort fest und suchten nach dem Bezirksschornsteinfegermeister, der sich dienstlich auf dem Hof aufgehalten hatte, um dort die Heizungsanlage zu überprüfen. Sie fanden ihn leblos im Heizungsraum des Hauses liegend. Der Notarzt konnte dem Mann nicht mehr helfen.
Der Täter, der zurzeit mit seiner 81-jährigen Mutter in Glissen bei Raddestorf lebt und sich offensichtlich nur wegen der Bauarbeiten und wegen des Treffens mit dem Schornsteinfeger auf der Baustelle in Großenheerse aufhielt, wurde nach Minden überführt, wo er auch zur Stunde noch weiter von der Polizei verhört wird.
Einer ersten gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Nachmittag zufolge war der Täter zum Zeitpunkt des Totschlags alkoholisiert. Zum Motiv der Tat und zur Schuldfähigkeit des Täters könnten derzeit keine Angaben gemacht werden. Der Leichnam des Opfers wird auf Anordnung des Staatsanwaltes von den Gerichtsmedizinern aus Münster obduziert.
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