"Verbraucher sollten stärker mit ihren Angaben zur eigenen Person geizen, um lästiger Werbung oder einem Missbrauch vorzubeugen", wirbt die Verbraucherzentrale NRW für mehr Datensensibilität am Verbrauchertag am heutigen Montag. Name, Adresse, Geburtsdatum, E-Mail-Angabe oder Handynummer: Je mehr persönliche Daten bei einer Bestellung oder Buchung in Umlauf gerate, desto genauer lasse sich daraus ein personenbezogenes Kunden- und Nutzerprofil erstellen. Die erfassten Daten seien ein begehrtes Gut, mit dem ein lukrativer Handel und auch Schindluder betrieben werde, warnt die Verbraucherzentrale. Gerissene Geschäftemacher erschlichen sich persönliche Fakten bei Anrufen oder durch geschicktes Abgreifen in Bestell- oder Anmeldeunterlagen.
Bei der Verbraucherzentrale häufen sich die Beschwerden über lästige Werbung und untergeschobene Verträge mit Leistungen, die Betroffene gar nicht geordert haben. "Solche Praktiken sind zwar illegal, aber auch nur möglich, wenn Personendaten vorliegen, etwa dadurch, dass Angaben unbedacht in Formulare eingetragen oder am Telefon preisgegeben werden", warnt die Verbraucherzentrale. Jeder könne sich jedoch mit einer selbst verordneten Daten-Diät besser vor unerwünschter Belästigung oder finanziellem Schaden schützen, so die Verbraucherzentrale. Folgende Tipps empfiehlt die Verbrauerzentrale: Wer im Internet oder per Versandhandel etwas bestellen möchte, sollte nur die Daten angeben, die für die jeweilige Vertragsabwicklung erforderlich sind, wie der Name und die Anschrift. Die Bekanntgabe des Geburtsdatums diene in der Regel allein dem Nutzungsinteresse des Anbieters. Auch die eigene Kontonummer und Bank gehöre unter Verschluss und solle niemals am Telefon preisgegeben werden. Auch auf Briefpapier hätten die eigenen Bankverbindungsdaten nichts zu suchen, so der Tipp. Gauner nutzten die erschlichenen Angaben, um unberechtigt Geldbeträge von Konten ahnungsloser Personen abzuziehen.
Kunden sollten der Nutzung und Übermittlung ihrer Daten zum Zweck von Werbung, Markt- oder Meinungsforschung stets vorsorglich widersprechen. Nur so könnten Konsumenten relativ sicher sein, dass sie keine ungebetenen Briefe oder Anrufe erhalten. Wichtig sei auch, auf versteckte Einwilligungserklärungen im Kleingedruckten zu achten und zweifelhafte Zustimmungen zu streichen.
Glückspilze, die eine Mitteilung über einen Gewinn erhielten, obwohl sie nicht an einem Preisausschreiben teilgenommen haben, sollten der Verlockung, darauf zu reagieren, eisern widerstehen. Die Aussicht auf einen Gewinn sei meist nur ein Kontaktköder.
Weitere Tipps zum vorsichtigen Umgang mit persönlichen Daten enthält die Broschüre "Ihre Daten gehören Ihnen - Wozu Datensparsamkeit?", die die Verbraucherzentrale NRW und der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) gemeinsam erstellt haben. Die Broschüre ist kostenlos in der örtlichen Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW, Portastraße 9 und im Internet unter www.vz-nrw.de/datensparen erhältlich.









































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