Im Mittelpunkt steht nicht nur der Tango. Sondern auch Moderator und Kabarettist Martin Quilitz. Mit ostwestfälisch-trockenem Humor passt er ganz einmalig in das feurig-sommerliche GOP-Programm. "Wir Ostwestfalen sind schließlich berühmt für unser Temperament. Wir sind die Argentinier Mitteleuropas", witzelt er mit ernstem Blick und erklärt so, dass Tango vorzüglich nach Bad Oeynhausen passt.
Das finden auch Frau Bonse und Herr Korthaus. Als Tanzschulpärchen führen sie in das Tangotanzen ein. Was bei Debra Ferrari und Emiliano Giménez, dem anmutigen Tango-Paar so leichtfüßig aussieht, geht Bonse und Korthaus noch schwer von den Füßen. Sie, die Lehrerin aus der Waldorfschule in Minden und er, der Hausmeister derselbigen begleiten das Publikum durch den gesamten Abend. Sie hat das Sagen, er muss hinterherlaufen.
Auch beim Tango gebührt der Frau die führende Rolle. Das beweist Artistin Petra Lange. Am Vertikalseil mitten im Zuschauerraum tanzt sie ihren ganz eigenen, sinnlichen Tango. Lässt sich aus der Höhe plötzlich fallen, windet sich wieder nach oben. Bei der beeindruckenden Akrobatik und der melancholischen Seite des Tangos halten Zuschauer den Atem an.
Eindrucksvoll sind die "Rokashkovs". Drei Männer, eine Frau. Ein Streit entbrennt. Wie lösen? Nicht mit Schlägen, sondern mit Tänzen. Auf einem quadratischen Reck vollführen sie leidenschaftliche Tänze, kühne Sprünge und eindrucksvolle Akrobatik. Und verkörpern als Höhepunkt des Programms die Leidenschaft, das Feuer des Tangos - alles bis August auf der Bühne des GOP zu bestaunen.
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